
Das Bündnis zwischen
Menegroth und Nargothrond
(Autor und Copyrights:
Beren Erchamion; zur Diskussion im
Forum)
Menegroth - Die tausend
Grotten
Zu Anbeginn der Zeit, als Orome die
Quendi Richtung Westen führte, blieb das Volk der Teleri lange in
Ost-Beleriand, am Gelionstrom, und oft ging Elwe Singollo, der Fürst der
Teleri, durch die Wälder um seinen Freund Finwe in den Lagern der Noldor
zu besuchen.
Und einmal, als er durch den sternenbeschienenen Wald von Nan Elmoth
wanderte, hörte er das Lied der Nachtigallen und er sah Melian, eine Maia
aus Lóriens Gärten, und sie erfüllte sein Herz mit Verwunderung und
Begehren. Und so kam es, dass Elwe Singollo nicht mit den Teleri nach
Valinor zog und er wurde ein großer König, der Grau-Elben (Sindar) von
Beleriand, genannt Elu Thingol und sie wählten Menegroth am Esgalduin zu
ihrem Heime.
Wie es die Art der Maiar war, sah Melian so einiges voraus, und als das
zweite Zeitalter von Melkors Gefangenschaft vorüber war, da warnte sie Thingol, nicht ewig werde der Friede Ardas dauern und so sann er nach
einer Königsburg, einem Ort der vor dem wiedererwachenden Unheil
Mittelerdes sicher wäre. Und so bat er die Zwerge von Belegost um Hilfe
und er belohnte sie mit vielen herrlichen Perlen, die er von
Círdan
erhalten hatte, und die herrlichste und größte von allen hieß Nymphelos;
groß wie ein Taubenei und schimmernd wie die Sterne auf der schäumenden
See. Wo der Esgalduin herabfloß und sich die Wälder von Neldoreth und
Region trafen, lag ein großer, felsiger Berg dem der Flußlauf zu Füßen
lag.
Und dort erschuffen die Zwerge und Elben die Tore von Menegroth und über
eine steinerne Brücke über den Fluß, führte der einzige Zugang zu den
weiten Gängen und hohen Kammern und Hallen tief unter dem Berge, woher der
Name "Die Tausend Grotten" kommt.
Für die Säulen Menegroths dienten Oromes Buchen als Vorbild, mit Stamm,
Ast und Blatt die von goldenen Laternen erhellt wurden. Es gab silberne
Brunnen, Marmorbecken, gekachelte Böden aus vielfarbigen Steinen und
Steinfiguren von Tieren und Vögeln befanden sich an den Wänden und Säulen
oder lugten durch die mit Blumen beflochtenen Zweige der Säulen.
Nachtigallen sangen wie in den Gärten Lóriens und Melian und ihre Mägde
schmückten die Wände mit gewebten Wandbehängen mit den Taten der Valar und
den Geschehnissen seit Anbeginn der Welt. Es hieß, Menegroth war das
schönste Haus, das je ein König aus Mittelerde besessen hatte.
Doch Menegroth lag nur 150 Meilen entfernt von Angband ,
Morgoths Festung
und dieser flüsterte seinen Orks die Lust am Tod und Zerstörung ein und so
schlugen die Elbenvölker Beleriands die erste Schlacht, worauf sich viele
Elben in der Umgebung Menegroths einfanden und Melian einen Schutzgürtel
um Doriath zog, den kein Lebewesen ohne ihre und Thingols Erlaubniss
durchschreiten konnte, es sei denn er sei mächtiger als Melian die Maia.
Nach der Ankunft der Noldor in Beleriand wollte Thingol nur wenigen
Eintritt nach Menegroth gewähren und hies sie, ihre Königreiche außerhalb
Doriaths zu gründen, wo zu dieser Zeit Orks ihr Unwesen trieben. Auch
hielt sich Doriath daraufhin aus den meisten Schlachten gegen
Morgoth
heraus und bestand so lange wie möglich abgeschieden von den ereignissen
außerhalb.
Menschen hatten in Doriath und Menegroth keinen Zutritt, doch wurde diese
Regel nach Berens Heldentat gelockert.
Nachdem König Thingol von Beren den
Silmaril und von Húrin das Nauglamír
erhalten hatte, wollte er diese zwei vereinen und bat die Naugrim von
Nogrod um Hilfe, die nach Abschluss ihrer Arbeit das Naglamír und den
Silmaril für sich beanspruchten und König Thingol erschlugen. Sie wurden
nach Osten gehetzt wobei nur wenige entkamen und das Nauglamír wurde
Melian zurückgebracht. Doch zwei der Zwerge entkamen und behaupteten in
Nogrod sie wurden von König Thingol veraten, worauf ein großes Heer über
den Gelion setzte und nach Doriath zog und sie wurden nicht von Melians
Gürtel aufgehalten, da all ihre Macht mit dem Tod Thingols schwand. Melian
ging nach Valinor und die Zwerge überwältigten die Elben von Doriath und
plünderten und verwüsteten Menegroth.In der Schlacht von Sarn Athrad
kämpfte Beren und sein Sohn Dior mit einem Heer Grün-Elben aus Ossiriand
gegen das zurückkehrende Zwergenheer und Lúthien erhielt das Nauglamír,
bis es nach ihrem Tod an Dior ging, der neuer Herr Menegroths wurde. Als
jedoch die Söhne Fëanors davon erfuhren und sie ihr Eigentum forderten,
kam es zum zweiten Sippenmord der Noldor im Jahre 506 EZ und von diesem
Schlag erholte sich Menegroth nicht mehr. Doch die Söhne Fëanors bekamen
nicht, was sie wollten, denn ein Rest des Volkes floh, darunter Elwing ,
Diors Tochter mit dem Nauglamír, zu den Sirionmündungen im Süden.
Nargothrond
(Sindarin: Die befestigten Höhlen am
Narog)
Nargothrond wurde im Jahre 51 EZ von
Finrod Felagund, aufgrund eines Traumes der ihm und
Turgon von Ulmo gesand
wurde, gegründet. In diesem Traum wurden sie geheißen, sich für den Tag
des Unheils zu rüsten und sich eine Zuflucht zu suchen, damit nicht alle
Heere des Nordens überwältigt würden, sollte
Morgoth aus Angband
hervorbrechen. So sahen sie sich beide unabhängig nach einem Platz für
einen solchen Ort um, (jeder hatte geglaubt, dass nur er von Ulmo
angesprochen wurde) und Turgon wurde von Ulmo ins Tal von Tumladen
geführt, wo er 104 EZ nach 52 Jahren Bauzeit im geheimen Gondolin gründete
und sein Volk aus Nevrast dorthin führte. Finrod fand den Platz für
Nargothrond im Jahre 51 EZ.
Als Vorbild der Bauweise Nargothronds diente Menegroth, über dessen
unterirdische Hallen, Schatz- und Waffenkammern Finrod staunte, als er mit
seiner Schwester Galadriel zu Besuch in Doriath war. Nachdem Finrod
Thingol seinen Traum eröffnet hatte, sprach dieser zu ihm von der tiefen
Schlucht des Narog und den Höhlen unter Hoch-Faroth und gab ihm Führer
mit, die ihn dorthin führten. Die Narog-Höhlen befinden sich auf der
Westseite der Narog-Schlucht, südlich der Einmündung des Bergbachs Ringwil,
und wurden zuvor von den Kleinzwergen bewohnt und ausgebaut, welche die
Höhlen Nulukkizdîn nannten.
Auch bei den Arbeiten an Nargothrond wurde den Noldor von den Zwergen aus
den Ered Luin geholfen. Ihr Einfluss auf die Bauweise war geringer als in
Menegroth und bei der Ausgestaltung der Gänge, Hallen und Kammern wurde
dem elbischen Kunstsinn mehr Freiheit gelassen.
Jedoch hatte bei den äußeren Anlagen die Sicherheit mehr Vorrang und den
Eingang bildete ein großes, dreiflügeliges Tor, vor dem eine Terrasse über
den Narog hinausführte. Der reißende Fluss konnte jedoch hier nicht
passiert werden, sondern erst weiter nördlich an der Mündung des Ginglith.
Die Elben Nargothronds schürften im geheimen Gold, stellten gute Waffen
und Gefäße her und die Frauen webten und spannten.
Zu dieser Zeit wurde für Finrod Felagund das Nauglamír gefertigt, das
Halsband der Zwerge, welches ihre berühmteste Arbeit der ältesten Tage
war. Es war mit unzähligen Gemmen aus Valinor verziert, war jedoch
federleicht und saß immer anmutig genau, egal wer sein Träger war.
Nargothrond stieg unter Finrod, welcher der jüngste der Noldor Fürsten
war, schnell zum mächtigsten Noldor-Königreich Mittelerdes auf und zog
seine Grenzen vom Sirion und Teiglin im Osten bis zum nenning im Westen.
Die Festung Minas Tirith auf Tol Sirion wurde von Finrod Felagund erbaut
und war mit Elben aus Nargothrond und seinem Bruder Orodreth bemannt und
bewachte zusammen mit den Haladin den Zugang über den Teiglin.
An den Kriegen gegen Morgoth beteiligte sich Nargothrond nur selten und
verlies sich eher auf Geheimhaltung und Angriffe aus dem Hinterhalt, zu
der Curufin anstiftete, nachdem Finrod mit Beren nach Norden zog.
Nach dem Tod Finrods wurde sein Bruder Orodreth König, den
Túrin dazu
brachte endlich wieder offen in die Schlacht zu ziehen. Als nach dem Fall Tol Sirions von Norden her immer mehr Kreaturen
Morgoths eindrangen wurde
auf Geheißen Túrins eine steinerne Brücke über den Narog gebaut, um Waffen
schneller auf die andere Seite zu schaffen.
Im Jahre 495 sandt Morgoth ein großes Heer unter der Führung
Glaurungs,
des Urulóki, nach Nargothrond und es kam zur Schlacht auf dem Feld von
Tumhalden, einem Tal im Gebiet zwischen den Flüssen Ginglith und Narog.
Orodreth fiel in vorderster Reihe und ehe Túrin zurück in Nargothrond war,
hatte Glaurung die Tore mit seinem Feuer eingerissen und die Orks
plünderten durch die Kammern und Hallen und erschlugen alle, die noch
Waffen trugen. Die Frauen und Mädchen wurden als Sklavinnen nach Angband
geführt, während Túrin von dem Blick Glaurungs in die Irre geführt wurde
und nach Dor-Lómin ging.
Im Jahre 499 EZ erschlug Túrin Glaurung und anschließend sich selbst, und
nach Nargothrond kamen später nur noch der Zwerg Mîm und
Húrin, Túrins
Vater, der Mîm erschlug und das Nauglamír nach Doriath brachte.
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