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Lothlórien - Der
Goldene Wald Geschichte
Einst war ganz
Mittelerde von großflächigen Forsten mit allerlei Arten von Bäumen,
Sträuchern und Farnen bedeckt, aber durch die Ansiedlung von Elben,
Menschen und anderen Wesen und durch die Zerstörung des Landes durch viele
Kriege verschwanden sie und nur noch wenige Waldbestände blieben erhalten.
Die ersten
Bewohner dieses Waldreiches waren die Galadhrim, ein Waldelbenvolk,
das sich die meiste Zeit in den Bäumen versteckte und so über die Jahre
hinweg chamäleonartige Eigenschaften entwickelte, waren sie doch für
einsame Wanderer oder allerlei Getier schlecht oder gar nicht zu sehen.
Sie nannten ihr Land "Laurelindórenan – Land des Tales des
singenden Goldes "oder später "Lothlórien – Land der träumenden
Blüten".
Der erste
König von Lothlórien war Amdir, ein Sinda, der mit dem Teil seines
Volkes, welches nicht nach Tol Eressa ging, um 1600 des Zweiten Zeitalters
über das Nebelgebirge zog auf der Suche nach neuen Reichen. Die Waldelben
nahmen ihn auf und er regierte als Herrscher über Lothlórien. Sein Sohn
Amroth, der zweite König, übernahm von 3434 des Zweiten Zeitalters bis
1981 des Dritten Zeitalters das Zepter, bevor er verschwand um Nimrodel,
die Waldelbin, in die er sich verliebt hatte, zu suchen und mit ihr zu
leben.
Von Cerin
Amroth aus konnte man bis in die südlichen Teile des Düsterwalds sehen, wo
der dunkle Herrscher Sauron um ca. 1050 des Dritten Zeitalters seine
Festung Dol Guldur errichtete. So wussten die Elben in Lórien immer, wenn
Böses dort geschah, denn wenn schwarzer, schmutziger Rauch von Dol Guldur
aufstieg, war Sauron am Werke und schmiedete dunkle Pläne. Die Hauptstadt des Königreiches Lothlórien zu Celeborns und Galadriels Zeiten war Caras Galadhon, die Flettstadt in den Mallornbäumen.
Der goldene
Baum (Sindarin: Mallorn, Plural: Mellyrn), der von dem Lichtbaum
Laurelin, dem Baum der Valar, abstammte, trug im Frühling und im Sommer
goldgelbe Blütendolden und seine Rinde war glatt und silbergrau. Die
Blätter sahen denen einer Buche ähnlich, waren jedoch größer und auf ihrer
Oberseite mattgrün, während die Unterseite silbern schimmerte. Sie färbten
sich im Herbst mattgolden und fielen erst im Frühjahr ab, wenn neue
Blätter nachwuchsen. Auf dem größten dieser Bäume hatten Celeborn und Galadriel ihr Haus. Es war so groß wie ein kleiner Palast und sehr reich und schön geschmückt. Man gelangte über weiße Strickleitern und Treppen hinauf, an denen überall kleine Lampen angebracht waren, die ein silbernes Licht freiließen. Als es zur Zeit des Ringkrieges Frodo und seine Gefährten nach Lórien verschlug, sahen sie Caras Galadhon wie folgt:
Caras Galadhon konnte durch ein Tor erreicht werden, welches nach Südwesten zeigte, durch das auch zu ihrer Zeit die Gefährten eintraten. Durch die Macht ihres Ringes Nenya, des Ringes von Adamant und Wasser, wurde das Königreich von Lothlórien ausreichend vor Feinden geschützt. Es schirmte sich dadurch aber auch von den anderen Völkern, den Menschen aus Gondor und Rohan, ab. Diese vermieden es bald, Lórien zu betreten oder zu nahe zu kommen und nannten es "Dwimordene" (Altenglisch für Geistertal), weil sie dachten, der Wald würde eine böse Zauberin beherbergen. So blieben die Elben dort für sich und sorgten sich nicht weiter um die Geschicke anderer Länder und Gegenden. Als jedoch der Eine Ring gefunden wurde, konnten auch sie sich nicht mehr den Veränderungen in der Welt erwehren. Den Gefährten um den Hobbit Frodo, der den Ring der Macht zum Schicksalsberg trug, gewährten die Elben Lóriens Asyl und hießen sie, sich von den Strapazen des bisherigen Weges zu erholen. Bei ihrer Abreise statteten sie die Gemeinschaft mit allerlei Geschenken aus, die den weiteren Pfad, denn diese zu gehen hatten, nach ihrer Meinung erleichtern würden und nahmen somit Anteil am Schicksal von Mittelerde.
Zur Zeit des
Ringkrieges wurde das Elbenreich Lothlórien dreimal von
Saurons Festung,
Dol Guldur, angegriffen, jedoch ohne Erfolg für ihn.
Galadriel und
Celeborn schlugen die Angriffe jedes Mal zurück und konnten so das schöne
Waldreich vor dem Bösen bewahren. Nach der endgültigen Vernichtung
Saurons
zerstörten sie Dol Guldur und damit auch das Böse, welches diesen Teil des
Düsterwaldes beherrschte. |
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