
Yavanna
(Autor und Copyrights:
Lariela; zur Diskussion im
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Yavanna, die den Beinamen Kementari
trägt, war die Gefährtin Aulës. Im Gegensatz zu
ihm liebte sie alles was lebte. Sie ist die Spenderin der Früchte. Nach
Varda genießt Yavanna die höchsten Ehren, da sie alles was grünt und
blühte erschuf. Am liebsten nahm sie die Gestalt einer hochgewachsenen,
grün gekleideten Frau an.
"Aulës Gemahlin ist Yavanna, die Spenderin der Früchte. Sie liebt alle
Dinge, die in der Erde wachsen, und all ihre ungezählten Formen hegt sie
im Geiste, von den turmhohen Bäumen der längst entschwundenen Wälder bis
zu dem Moos auf den Steinen und den winzigen und verborgenen Keimen im
Moder."
In der Zeit der Gestaltung Ardas ersann
Yavanna viele Gewächse. Und als Arda fertig war, säte sie das alles aus.
Da es den Pflanzen aber an Licht fehlte, bat sie Aulë die großen Leuchten
zu schmieden. Nachdem die beiden Leuchten Illuin und Ormal erschaffen
waren, begann alles was sie erdacht hatte zu blühen und zu wachsen.
"Da
begannen die Saaten, die Yavanna gesät, rasch zu keinem und zu knospen,
und vielerlei Gewächs ging auf, großes und kleines, Moos und Gräser und
große Farne und Bäume mit Wipfeln in den Wolken wie lebende Berge, doch
mit grünem Dämmerlicht um die Füße. Und Tiere kamen und lebten auf den
grasbewachsenen Ebenen oder in den Seen und Flüssen, oder sie liefen
durch den Schatten der Wälder."
Doch noch hatte sie vieles in ihren
Gedanken verborgen. Weder blühte eine Blume, noch sag ein Vogel. Als alle
Arbeit getan war und die Valar ausruhten, zerstörte
Melkor erneut die erschaffenen Werke. So zogen sie nach Valinor. Und
während die anderen Valar die Außenlande mieden, mochte Yavanna sie nicht
zurücklassen Auf diese Weise endete der erste Frühling von Arda.
"Vor dem Westtor lag ein grüner Hügel, Ezellohar, auch Corollaire
genannt; und Yavanna weihte ihn und saß dort lange im grünen Gras und
sang ein Lied von Macht, in dem all ihre Gedanken über die Dinge, die in
der Erde wachsen, ausgesprochen waren
[...]
Und sie sahen, wie von dem Hügel zwei dünne Schößlinge aufstiegen; und
Schweigen lag über aller Welt in dieser Stunde, und kein andrer Laut war
zu hören als Yavannas Gesang. Bei ihrem Lied wuchsen sie zu jungen
Bäumen heran und wurden hoch und schön und traten in Blüte; und so
erwachten in der Welt die Zwei Bäume von Valinor. Von allen Dingen, die
Yavanna schuf, werden diese am meisten gerühmt, und um ihr Schicksal
ranken sich alle Erzählungen von den Ältesten Tagen."
Yavannas größte Sorge war, nachdem die
Valar in Valinor ihre Heimstatt genommen hatten, dass alles was sie in
Mittelerde erschaffen hatte, zerstört würde. Am meisten Angst hatte sie um
die Bäume. Denn sie konnten sich, gegen Angriffe von außen, nicht wehren.
Im Gegensatz zu den Tieren. So bat sie Manwe, ihren Bäumen Beschützter zur
Seite zu stellen.
"Ein jedes hat seinen Wert", sagte Yavanna, »und ein jedes trägt bei zum
Werte aller andren. Doch die Kelvar können fliehen oder sich
verteidigen, während die Olvar, die wachsen, dies nicht können. Und
unter ihnen sind mir die Bäume teuer. So langsam, wie sie wachsen, so
schnell werden sie gefällt sein, und wenn sie nicht mit Früchten an den
Ästen Tribut zahlen, so wird man um ihr Hinscheiden wenig trauern. So
sehe ich es in meinen Gedanken. Ich möchte, daß die Bäume für alle Dinge
sprechen, die Wurzeln haben, und daß sie jene bestrafen sollen, die
ihnen Leid antun.""
Yavanna war daraufhin beruhigt und sie
kehrte zu Aulë zurück. Doch auch dort musste sie
feststellen, dass nicht alles so war wie sie sich es erdacht hatte. Denn
Aulës Zwerge würden, dennoch allem was sie erdacht
hatte einen Schaden zufügen, doch ungestraft würde dies niemals geschehen.
"»Freigebig ist Eru", sagte sie. »Nun mögen deine Kinder sich in acht
nehmen! Denn eine Macht wird in den Wäldern umgehen, die sie nicht
ungestraft erzürnen dürfen."
»Dennoch werden sie Holz brauchen", sagte Aulë und fuhr fort zu
schmieden."
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