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Saruman, der Weiße Als er es wagte, den Palantír von Orthanc zu benutzen, geriet er unter den Einfluss Saurons, der den Stein von Minas Ithil besaß. Er hoffte immer noch, sich des Rings bemächtigen zu können, stellte sich aber schon darauf ein, notfalls auch als Saurons Verbündeter und Vasall den Gang der Dinge lenken zu können. Er war ein fortschrittlicher Zauberer, dem die archaischen und feudalen Verhältnisse in Mittelerde verhasst waren; er strebte eine Art Industrialisierung an, wie er sie im Auenland nur in Ansätzen verwirklichen konnte, weil die rückständigen Hobbits nicht mitmachten. In all dem war er mit Sauron eines Sinnes; doch war Saruman ein schmächtigerer Charakter: ein auf Abwege geratener Reformpolitiker, ohne einen Funken des satanischen Feuers, das den Dunklen Herrscher erfüllte. Nach seiner Niederlage im Krieg mit Rohan wurde er von Gandalf aus dem Orden der Istari ausgestoßen, und sein Zauberstab wurde zerbrochen. Als auch noch seine Pläne für das Auenland fehlschlugen, wurde ihm von seinem maßlos frustrierten Diener Schlangenzunge die Kehle durchgeschnitten. Natürlich war Saruman kein Sterblicher, der auf diese Weise getötet werden konnte: Er war der Maia Curumo, der zum Gefolge Aulës gehört hatte; immerhin aber verlor er dabei seine leibliche Fülle, und auch sein Geist war nun in Valinor nicht mehr willkommen. |
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