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Galadriel Galadriel war von unglaublicher Schönheit. Sie war die Herrin des Waldes von Lórien, der Frodo den Herrscherring geben wollte. Galadriel war eine Seherin und wusste auch ohne den Ring bereits, was aus ihr werden würde, wenn sie den Ring an sich nehmen würde; nämlich eine dunkle Königin, schön und entsetzlich wie Sturm und Blitz.
Ihre Macht bestand nicht
in gewöhnlicher Telepathie oder Hellsicht. Sie vermochte anderen "ins Herz
zu blicken", d.h. auch diejenigen Absichten darin zu erkennen, die im Kopf
noch lange nicht fertig waren. Ihr Sindarin-Name Galadriel (Q. Altariel) bedeutet "Jungfrau, gekrönt mit schimmerndem Haar": Ihr Haar war berühmt, weil es golden und silbern zugleich schimmerte. Gimli war nicht der erste, der auf die Idee kam, sie um eine Strähne davon zu bitten. Von ihrer Mutter hatte sie den Namen Nerwen, "Mann-Mädchen", erhalten. Sie lernte lesen und schreiben, was bei den Elben einiges bedeutete, denn ihre Schrift war, wenn richtig gebraucht, schicksalsträchtig; außerdem war sie sehr groß und nahm es als Athletin mit den Männern auf. Beim Aufbruch der Noldor aus dem verdunkelten Valinor zog sie mit der zweiten, von Fingolfin angeführten Schar, die über die Helcaraxe nach Mittelerde gelangte. Sie missbilligte Fëanors Empörung, teilte aber sein Verlangen, aus dem engen Paradies von Valinor in die unbewachten Länder zu entkommen und dort nach eigenem Gutdünken zu leben. Obwohl unbeteiligt an dem Sippenmord von Alqualondë wurde sie durch Mandos' Spruch mitverurteilt. Lange wohnte sie in Menegroth, wo sie sich mit Celeborn vermählte und die Freundschaft der Königin Melian gewann. Die Kriege gegen Morgoth hielt sie für aussichtslos, wenn die Noldor dabei auf sich allein gestellt blieben; deshalb ging sie, schon bevor Nargothrond und Gondolin gefallen waren, in die Länder östlich der Ered Luin, um Hilfe von den Nandor-Völkern zu erlangen. Im Zweiten Zeitalter schlug sie die von den Valar angebotene Verzeihung aus und blieb in Mittelerde. Um das Jahr 700 Z.Z. half sie, das Noldor-Reich von Eregion zu begründen. Als Saurons Einfluss sich dort bemerkbar machte, ging sie mit ihrem Gefolge durch die Stollen von Moria nach Laurelindórinan (Lórien), wo sie die verstreut lebenden Waldelben dazu bewog, sich zu sammeln und zur Verteidigung ihres Landes bereit zu machen. Dorthin brachte ihr Celebrimbor vor seinem Ende den Weißen Ring Nenya, mit dessen Kraft sie die Verwüstungen der Zeit von Lórien fernhalten konnte. Im Dritten Zeitalter
wanderte sie weit in Mittelerde umher, meistens zusammen mit
Celeborn, und
kehrte immer wieder zu den Waldelbenvölkern im Osten zurück. Nach Amroths
Tod (1981 D.Z.) ließ sie sich mit Celeborn wieder in Lórien nieder, um die
Reste der Galadhrim vor der Vernichtung zu bewahren. Alle Elbenvölker
neigten zum Isolationismus schon unter Elben, viel mehr noch gegenüber den
Menschen und Zwergen aber Galadriel drang darauf, ihre Kräfte gegen den
gemeinsamen Feind zu vereinen. Sie war es, die zuerst den Weißen Rat
einberief (2463 D.Z.) und gemeinsam mit Gandalf zu einem schnellen
Vorgehen gegen die Macht in Dol Guldur riet. Nach der Vernichtung des
Herrscherrings und dem Einsturz von Barad-dûr erlosch auch die Macht der
drei Elbenringe, und Galadriel begann die Ermüdung und den Überdruss der
Jahre zu spüren. Immerhin hatte sie noch die Kraft, die Mauern von Dol
Guldur niederzulegen; dann besuchte sie die Krönung und Hochzeit König
Elessars mit ihrer Enkelin Arwen. Zwei Jahre später ritt sie aus Lórien
fort und bestieg zusammen mit Gandalf, Elrond, Frodo und
Bilbo das Schiff
an den Grauen Anfurten. |
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