|
Earendil, der Seefahrer Earendil war einer der schönsten Elben seiner Zeit. Er war schön und klug wie die Eldar und kühn und stark wie die Menschen. Er wurde im Jahr 503 in Gondolin von Idril der Tochter Turgons geboren. Im Jahr 510, als Gondolin zerstört wurde, flüchteten Tuor und Idril mit einigen Überlebenden durch einen geheimen Pass, wie im Fall von Gondolin genauer berichtet wird. In Nantathren ließen sie sich zunächst nieder und feierten ein Fest zum Gedenken an Gondolin und an die dort getöteten Elben. Dort sang Tuor ein Lied für seinen Sohn.
Von da an
erwachte die Meeressehnsucht in Earendil und so zogen sie zu den
Sirionhäfen, in den Elwings Schar lebte. In der darauf folgenden Zeit
baute Tuor ein Schiff namens Earráme und fuhr auf diesem zusammen mit
Idril in Richtung Westen.
Er brach auf, doch fand er weder Tuor und Idril, noch erreichte er die Küsten von Aman, denn der Zauber der Valar weißt ihn ab. Wegen seiner Sehnsucht nach Elwing brach er die Fahrt ab und kehrte um. Er fuhr so schnell er konnte, denn er fürchtete ein Unheil. In der Zwischenzeit bekam Elwing Beren und Lúthiens Silmaril. Daraufhin griffen Fëanors Söhne die Sironmündungen an. Sie schlachteten alle Einwohner ab und Elrond und Elros wurden gefangen genommen. Da Elwing Fëanors Söhnen den Silmaril nicht überlassen wollte, stürzte sie sich mit ihm ins Meer. Doch Ulmo rettete sie, indem er sie m.H. eines weißen Vogels rettete.
Eines Nachts
erblickte Earendil einen weißen Vogel. Der Vogel stürzte auf das Deck des
Schiffes, denn er war kurz davor, durch Überanstrengung zu sterben, so
schnell war er geflogen.
Durch die
Kraft des Silmaril kamen sie an den Hafen von Eldamar. Nun betraten
Earendil und Elwing die Ländereinen von Aman. Doch kurz darauf befahl er
Elwing zu warten, denn nur er dürfe die Botschaft bringen. Zur Zeit seiner
Ankunft feierte man das gleiche Fest, das man auch bei
Morgoths Überfall
auf die zwei Bäume gefeiert wurde. Er gelangte nach Tirion; doch weil sich
dort niemand aufhielt (so dachte er jedenfalls), wollte er zu Elwing
zurückkehren. Doch dann sprach ihn eine laute Stimme an. Es war
Eonwe,
Manwës Herold. Er befahl Earendil in Valimar zu erscheinen und zu den
Valar zu sprechen. Vor dem Rat der Valar bat Earendil um Hilfe und seine
Bitte wurde erhört. Dann ging er, um Elwing zu suchen.
Da Elwing
lange auf ihren Gemahlen warten musste, ging sie den Strand entlang und
kam nach Alqualondë, wo Earendil sie fand. Nach kurzer Zeit wurden sie
zurück nach Valimar gerufen und erfuhren Manwës Spruch. Daraufhin ließ
Earendil sein Weib wählen. Sie entschied sich für das Dasein der Elben und
so tat Earendil es ihr nach. |
|
|