
Verbindungen zu
Mittelerde
Wie der Name "Nightfall in Middle-Earth"
schon sagt ist es komplett dem Thema Mittelerde gewidmet. Blind Guardian
versteht es nahezu perfekt, die Geschichten des Silmarillions mit ihrer
Musik zu verknüpfen. Wir haben euch die Songtexte und die deutsche
Übersetzung gegenübergestellt. An dieser Stelle möchte ich
Lestat
ganz ganz herzlich für die komplette deutsche Umsetzung der Liedtexte
danken!
1.
War of Wrath
| War of
Wrath |
Krieg des
Zorns |
Sauron:
The field is lost!
Everything is lost!
The black One has fallen from the sky and the towers in ruins lie.
The enemy's within, everywhere
And with him the light.
Go now my Lord while there is time, there are places below.
|
Erzähler (Sauron):
Die Schlacht ist verloren!
Alles ist verloren!
Der Schwarze ist vom Himmel gefallen und die Türme liegen in Trümmern.
Der Feind ist mittendrin, überall
Und mit ihm das Licht.
Geht jetzt mein Gebieter, so lange Ihr noch könnt, es gibt Plätze
unterhalb. |
Morgoth:
And you know them too.
I release thee, go!
My servant you'll be for all the time. |
Morgoth:
Und du kennst sie auch.
Ich habe sie befreit, geh!
Für alle Zeit wirst du mein Diener sein. |
Sauron:
As you command, my king. |
Sauron:
Wie ihr befehlt, mein König. |
Melkor:
I had a part in everything.
Twice I destroyed the light and twice I failed.
I left ruin behind me when I returned,
But I also carried ruin with me.
She - the mistress of her own lust. |
Morgoth:
Ich hatte Teil an Allem.
Zweimal zerstörte ich das Licht und zweimal habe ich versagt.
Ich ließ Ruinen hinter mir als ich zurückkam,
Aber ich brachte ebenso Verderben mit mir.
Sie - die Herrin ihrer eigenen Begierde. |
2. Into the Storm
| Into the Storm |
In den Sturm |
Give
it to me
I must have it
Precious treasure
I deserve it |
Gib
ihn mir
Ich muss ihn haben
Kostbarer Schatz
Ich verdiene ihn |
bridge:
Where can I run
How can I hide
The Silmarils
Gems of treelight
Their life belongs to me
Oh it's sweet how the
Darkness is floating around |
Brücke:
Wo kann ich hinlaufen
Wo kann ich mich verstecken
Die Simaril
Edelsteine des Baumlichtes
Ihr Leben gehört mir
Oh es ist süß, wie die
Dunkelheit sie umgibt |
chorus:
We are following
The will of the one
Through the dark age
And into the storm
And we are following
The will of the one
Through the dark age
And into the storm
Lord I'm mean
|
Refrain:
Wir folgen
Dem Willen des Einen
Durch das dunkle Zeitalter
Und in den Sturm
Und wir folgen
Dem Willen des Einen
Durch das dunkle Zeitalter
Und in den Sturm
Herr, ich bin gemeint |
Blackheart show me
What you hold in your hand
I still hunger for more
Release me
From my pain
Give it to me
How I need it
How I need it
How I need it |
Schwarzes Herz, zeig mir
Was du in der Hand hältst
Ich hungere immer noch nach Mehr
Lass mich frei
Von meinen Schmerzen
Gib ihn mir
Wie ich ihn brauche
Wie ich ihn brauche
Wie ich ihn brauche |
bridge: ...
chorus: ... |
Brücke: ...
Refrain: ... |
I did
my part
Now it's your turn
And remember
What you've promised |
Ich
habe meinen Teil erfüllt
Jetzt bist du dran
Und erinnere dich daran
Was du versprochen hast |
bridge: ...
chorus: ... |
Brücke: ...
Refrain: ... |
4.
Nightfall
| Nightfall |
Einbruch der
Nacht |
No
sign of life did flicker
In floods of tears she cried
All hope's lost it can't be undone
They're wasted and gone
|
Kein
Lebenszeichen flackerte
Sie weinte in Strömen von Tränen
Die ganze Hoffnung ist verloren, es kann nicht mehr rückgängig gemacht
werden
Sie wurden verwüstet und sind verloren |
"Save
me your speeches
I know (They blinded us all)
What you want
You will take it away from me
Take it and I know for sure
The light she once brought in
Is gone forevermore" |
"Erspar mir deine Worte
Ich weiß (Sie haben uns alle geblendet)
Was du willst
Du wirst es mir wegnehmen
Nimm es und sei dir gewiss
Das Licht, dass sie einst brachte
Ist für immer fort" |
Like
sorrowful seaguls they sang
"(We're) lost in the deep shades
The misty cloud brought
(A wailing when beauty was gone
Come take a look at the sky)
Monstrous it covered the shore
Fearful into the unknown"
Quietly it crept in new horror
Insanity reigned
And spilled the first blood
When the old king was slain |
Wie
traurige Seemöwen sangen sie:
"(Wir sind) verloren in den tiefen Schatten,
Die die nebelige Wolke brachte
(Ein Jammern als die Schönheit gegangen war, komm, schau zum Himmel)
Gewaltig bedeckt sie die Küste
Ängstlich ins Unbekannte"
Still schlich sie, in neuem Entsetzen
Wahnsinn regierte
Und warf den ersten Stein
Indem der alte König ermordet wurde |
chorus:
Nightfall
Quietly crept in and changed us all
Nightfall
Quietly crept in and changed us all
Nightfall
Immortal land lies down in agony |
Refrain:
Einbruch der Nacht
Leise schleicht sie sich ein und veränderte uns alle
Einbruch der Nacht
Leise schleicht sie sich ein und veränderte uns alle
Einbruch der Nacht
Unsterbliches Land erfüllt von Qual |
"How
long shall we
Mourn in the dark
the bliss and the beauty
Will not return
Say farewell to sadness and grief
Though long and hard the road may be"
But even in silence I heard the words
"An oath we shall swear
By the name of the one
Until the world's end
It can't be broken"
|
"Wie
lange sollen wir
Trauern in der Dunkelheit
Die Wonne und die Schönheit
Werden nicht zurückkehren
Sag Lebwohl zur Trauer und Kummer
So lang und hart der Weg sein mag"
Ausgerechnet in der Stille hörte ich die Worte
"Einen Eid sollen wir schwören
Auf den Namen des Einzigen
Bis zum Ende der Welt
Kann er nicht gebrochen werden" |
| The
doom of the Noldor drew near |
Das
Verhängnis der Noldor war nah' |
The
words of a banished king
"I swear revenge"
Filled with anger aflamed our hearts
Full of hate full of pride
We screamed for revenge |
Die
Worte eines verbannten Königs
"Ich schwöre Rache"
Unsere Herzen entflammten erfüllt von Wut
Voller Hass, voller Stolz
Wir schrien nach Rache |
|
chorus: ... |
Refrain: ... |
"Vala
he is that's what you said
Then your oath's been sworn in vain
(But) freely you came and
You freely shall depart
(So) never trust the northern winds
Never turn your back on friends" |
"Valar
er ist dass was sagtest
dann ist dein Eid vergeblich geschworen worden
(so) traue niemals dem nördlichen Wind
(und) drehe deinen Freunden niemals den Rücken zu" |
"Oh
I'm heir of the high lord!"
"You better don't trust him"
The enemy of mine
Isn't he of your kind and
Finally you may follow me
Farewell
He said |
"Oh
Ich bin der Erbe des hohen Lords
(-"Du solltest ihm besser nicht trauen"-)
Mein Feind ist er nicht von deiner Sorte und
Endlich wirst du mir vielleicht folgen
Leb wohl"
Sagte er
"Lebwohl" |
|
chorus: ... |
Refrain: ... |
Back
to where it all began
Back to where it all began |
Zurück dorthin wo alles begann
Zurück dorthin wo alles begann |
5. The Minstrel
|
5. The Minstrel |
Der Musikant |
Taken
the long way
Dark realms I went through
I arrived
My vision's so clear
In anger and pain
I left deep wounds behind
But I arrived
Truth might be changed by victory
|
So
stehe ich vor der Menge
Aufgeregte Gesichter, was wird als nächstes passieren?
Ich habe immer noch keine Ahnung |
6. The Curse of Fëanor
| The Curse of
Fëanor |
Fëanors Fluch |
Taken
the long way
Dark realms I went through
I arrived
My vision's so clear
In anger and pain
I left deep wounds behind
But I arrived
Truth might be changed by victory
|
Ich
nahm den langen Weg auf mich
Ich durchquerte dunkle Reiche
Ich bin angekommen
Meine Vision ist so klar
In Zorn und Schmerz
Ich bin von tiefen Wunden gezeichnet
Aber ich bin angekommen
die Wahrheit könnte durch einen Sieg verändert werden |
Beyond the void but deep within me
A swamp of filth exists
A lake it was of crystal beauty
But Arda's spring went by
I've heard the warning
Well curse my name
I'll keep on laughing
No regret
No regret |
Jenseits der Leere aber tief in meinem Innern
Besteht ein Sumpf aus Schmutzes
Ein See von kristallklarer Schönheit
Aber Ardas Frühling ging vorüber
Ich habe die Warnung gehört
Nun verfluche meinen Namen
Ich werde nicht aufhören zu lachen
Kein Bedauern
Kein Bedauern |
chorus:
Don't fear the eyes of the dark lord
Morgoth I cried
All hope is gone but I swear revenge
Hear my oath
I will take part in your damned fate
|
Refrain:
Fürchte nicht die Augen des dunklen Herrschers
Morgoth!, schrie ich
alle Hoffnung fort... aber ich schwöre Rache
Hör' meinen Schwur
Ich werde teil deines verfluchten Schicksals sein |
I will always remember their cries
Like a shadow which covers the light
I will always remember the time
But it's past
I cannot turn back the time
(I) don't look back
There's still smoke near the shore
But I arrived
Revenge be mine |
Ich werde mich immer an ihre Schreie erinnern
Wie ein Schatten der das Licht umgibt
Ich werde mich immer an die Zeit erinnern
Aber es ist vergangen
Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen
(Ich) schau' nicht zurück
Da ist noch immer Rauch in der Nähe der Küste
aber ich bin angekommen
Rache sei mein |
chorus (2):
I will take part in your damned fate
Morgoth I cried
It's my oath
So don't fear the eyes
Of the dark lord |
Refrain:
Ich werde teil deines verfluchten Schicksals sein
Morgoth!, schrie ich
Es ist mein Schwur
Fürchte nicht die Augen
Des dunklen Herrschers |
Soon you will be free
Set your spirit free |
Bald
wirst du frei sein
Befreie deinen Geist |
Suddenly I realized
The prophecies
I've never believed in
My deeds were wrong
I've stained the land
And slain my kin
(Burning Soul)
There's no release from my sins
It hurts
(THE CURSE OF FËANOR RUNS LONG)
|
Plötzlich begriff ich
Die Prophezeihungen
Ich habe niemals daran geglaubt,
Dass meine Taten falsch waren
Ich habe das Land beschmutzt
Und ermordete meine Sippe
(Brennende Seele)
Es gibt keine Erlösung von meinen Sünden
Es schmerzt
(Der Fluch von Fëanor hält lange an) |
Time and only time will tell us
Tell: was I right or wrong?
When anger breaks through
I'll leave mercy behind |
Zeit
und nur die Zeit wird uns berichten
Sag: Lag ich richtig oder falsch?
Wenn der Zorn durchbricht,
Ich werde die Gnade zurück lassen |
chorus (2)
I will always remember their cries
Like a shadow they'll cover my life
But I'll also remember mine
(And) after all I'm still alive |
Refrain:
Ich werde mich immer an ihre Schreie erinnern
Die wie ein Schatten mein Leben umgeben
Aber ich erinnere mich auch an mich
(Und) nach alledem bin ich noch am leben |
7. Captured
|
Captured |
Gefangen |
| Now
You're my Guest, forever! |
Du
bist jetzt mein Gast, für immer! |
8. Blood Tears
|
Blood Tears |
Blutige Tränen |
Welcome to my realm
We are both condemned to live
It's a dark fate
(I can hear your calls
I can hear your calls)
The Eternal Life
|
Willkommen in meinem Reich
Wir beide sind zum Leben verdammt worden
Es ist ein düsteres Schicksal
Ich höre deine Rufe, ich höre deine Rufe
Das unendliche Leben |
I see
it still burns
Each night I cry in pain |
Ich sehe, wie es immer noch brennt
Jede Nacht schreie ich vor Schmerzen |
Alive
Though the end appears my friend |
Lebendig
Obwohl das Ende näher kommt, mein Freund |
And
blood tears I cry
You've searched and you've found
Cut off your old friends hand |
Und ich weine blutige Tränen
Du hast gesucht und hast gefunden
Schneide ab, die Hand deines alten Freundes |
My
mind's
In frozen dreams
The rotten flesh
Of bitter lies
Welcome to where time stands still
Noone leaves and noone ever will |
Meine Gedanken sind gefrorene Träume
Das verrottete Fleisch der bitteren Lügen
Willkommen, wo die Zeit stillsteht
Niemand kann hier weg und wird auch niemals weg können |
Can't
hold it
It burns
Each night I cry in pain |
Ich kann es nicht halten, es brennt
Jede Nacht schreie ich vor Schmerzen |
And
blood tears I cry
Endless grief remained inside
And blood tears I cry
Endless grief remained inside |
Und ich weine blutige Tränen
Unendlicher Kummer wird im Innern übrig bleiben
Und ich weine blutige Tränen
Unendlicher Kummer wird im Innern übrig bleiben
|
It
seems so clearly
Bent the bow
Cause life in me is gone
And a cruel wind's blowing cold
In blame |
Es erscheint so klar,
Spanne deinen Bogen
Weil das Leben in mir vergangen ist
Und grausame Winde wehen kalt
Aus Schuld |
And
life it shall wane
Each night I cry in pain |
Und das Leben, es soll schwinden
Jede Nacht schreie ich vor Schmerzen |
And
blood tears I cry
Endless grief remained inside
Cut off your old friends hand |
Und ich weine blutige Tränen
Unendlicher Kummer wird im Innern übrig bleiben
Schneide ab, die Hand deines alten Freundes |
9. Mirror, Mirror
| Mirror, Mirror |
Spiegel,
Spiegel |
Far,
far beyond the island
We dwelt in shades of twilight
Through dread and weary days
Through grief and endless pain |
Weit,
weit, jenseits der Insel
Verweilen wir im Schatten der Dämmerung
Durch Furcht und ermüdende Tage
Durch Kummer und unendliche Schmerzen |
It
lies unknown
The land of mine
A hidden gate
To save us from the shadow fall
The lord of water spoke
In the silence
Words of wisdom
I've seen the end of all
Be aware the storm gets closer |
Es liegt da, unbekannt
Mein Land
Ein verborgenes Tor
Um uns vor dem Einbruch des Schattens zu bewahren
Der Herr des Wassers sprach in der Stille
Worte der Weisheit
Ich habe das Ende von allem gesehen
Mach dir bewusst, der Sturm kommt näher |
Mirror Mirror on the wall
True hope lies beyond the coast
You're a damned kind can't you see
That the winds will change
Mirror Mirror on the wall
True hope lies beyond the coast
You're a damned kind can't you see
That tomorrows bears insanity |
Spiegel, Spiegel an der Wand
Wahre Hoffnung liegt jenseits der Küste
Du bist ein verdammtes Wesen, siehst du das nicht
Dass die Winde sich verändern
Spiegel, Spiegel an der Wand
Wahre Hoffnung liegt jenseits der Küste
Du bist ein verdammtes Wesen, siehst du das nicht
Dass der Morgen Wahnsinn mit sich bringt |
Gone's the wisdom
Of a thousand years
A world in fire and chains and fear
Leads me to a place so far
Deep down it lies my secret vision
I better keep it safe |
Die Weisheit von tausend Jahren ist vergangen
Eine Welt in Feuer und Ketten und Furcht
Führt mich zu einem entfernten Ort
Tief unten liegt meine geheime Vision
Ich sollte sie besser geheim halten |
Shall
I leave my friends alone
Hidden in my twilight hall
(I) know the world is lost in fire
Sure there is no way to turn it
Back to the old days
Of bliss and cheerful laughter
We're lost in barren lands
Caught in the running flames
Alone
How shall we leave the lost road
Time's getting short so follow me
A leader's task so clearly
To find a path out of the dark |
Soll ich meine Freunde alleine lassen
Versteckt in meiner Halle der Dämmerung
Ich weiß, die Welt ist im Feuer versunken
Sicher, es gibt keinen Weg es abzulenken
Zurück zu den alten Tagen
Von Seligkeit und fröhlichem Lachen
Wir sind in unfruchtbaren Landen verloren
Gefangen in den lodernden Flammen
Alleine
Wie sollen wir die verlorene Strasse verlassen
Die Zeit wird knapp, also folge mir
Die Aufgabe des Führers ist so deutlich
Einen Weg aus der Dunkelheit zu finden |
Mirror Mirror on the wall
True hope lies beyond the coast
You're a damned kind can't you see
That the winds will change
Mirror Mirror on the wall
True hope lies beyond the coast
You're a damned kind can't you see
That the winds will change |
Spiegel, Spiegel an der Wand
Wahre Hoffnung liegt jenseits der Küste
Du bist ein verdammtes Wesen, siehst du das nicht
Dass die Winde sich verändern
Spiegel, Spiegel an der Wand
Wahre Hoffnung liegt jenseits der Küste
Du bist ein verdammtes Wesen, siehst du das nicht
Dass die Winde sich verändern |
Even
though
The storm calmed down
The bitter end
Is just a matter of time |
Sogar obwohl der Sturm sich legt
Ist das bittere Ende nur eine Frage der Zeit |
Shall
we dare the dragon
Merciless he's poisoning our hearts
Our hearts
|
Sollen wir dem Drachen trauen?
Unbarmherzig vergiftet er unsere Herzen, unsere Herzen |
How
shall we leave the lost road
Time's getting short so follow me
A leader's task so clearly
To find a path out of the dark |
Wie sollen wir die verlorene Strasse verlassen
Die Zeit wird knapp, also folge mir
Die Aufgabe des Führers ist so deutlich
Einen Weg aus der Dunkelheit zu finden |
10. Face the Truth
| Face the Truth |
Stelle Dich der
Wahrheit |
No
sign of life did flicker
In floods of tears she cried
All hope's lost it can't be undone
They're wasted and gone
|
Kein
Lebenszeichen flackerte
Sie weinte in Strömen von Tränen
Die ganze Hoffnung ist verloren, es kann nicht mehr rückgängig gemacht
werden
Sie wurden verwüstet und sind verloren |
11. Noldor (Dead Winter Reigns)
| Noldor (Dead
Winter Reigns) |
Noldor (Es
herrscht toter Winter) |
Noldor
Blood is on your hands
Your bane's
A tearful destiny |
Noldor,
Blut ist an euren Händen
Euer Fluch –
ein tränenreiches Schicksal |
Black
clouds will carry
Rain of blood
I've seen it rain |
Schwarze Wolken werden Regen aus Blut tragen
Ich habe es regnen gesehen |
We
were lost
On grinding ice
In fear and hunger
Dead winter reigned
In Araman |
Wir waren verloren,
Im knirschendem Eis
In Angst und Hunger
Herrschte toter Winter
In Araman |
(You)
can't escape
From my damnation
(Nor) run away
From isolation |
Du kannst weder meiner Verdammung entkommen
Noch vor der Isolation davonrennen |
Guilty spoke the one
THis deed can't be undone
Hear my words
Fear my curse |
Schuldig sprach der Eine
Diese Tat kann nicht ungeschehen gemacht werden
Höre meine Worte, fürchte meinen Fluch |
I
know where the stars glow
(And the) sky's unclouded
Sweet the water runs my friend
(But) Noldor
Blood is on your hands
Tears unnumbered
You will shet and dwell in pain |
Ich weiß wo die Sterne scheinen
Und der Himmel unbewölkt ist
Die Wasser süß fließen, mein Freund
Aber Noldor, Blut ist an euren Händen
Ungezählte Tränen wirst du vergießen
Und in Schmerz wirst du verweilen |
Your
homeless souls
Shall come to me
There's no release
Slain you might be
Slain you will be
Slain you will be
And the lost
Who will not reach the
House of spirits
(Will) grow old and weary |
Eure heimatlosen Seelen sollen zu mir kommen
Es gibt keine Befreiung
Ihr könntet getötet werden
Ihr werdet getötet werden
Ihr werdet getötet werden
Und die Verlorenen, die nicht das Haus des Geistes erreichen
Werden alt und ermüdend werden |
I've
seen this bitter end
As I've foreseen
The storm and ice
And I could see it
(How) a million died
And I?
The blame's on me
Cause I was not there |
Ich habe dieses bittere Ende gesehen
Sowie ich den Sturm und das Eis vorhergesehen habe
Und ich konnte sehen wie Millionen starben
Und ich?
Die Schuld liegt bei mir, weil ich nicht dort war |
Dead
winter reigns
And tomorrow's still unknown
Lies
Condemned and betrayed
Now everything is said
See my eyes
Are full of tears
And a cruel price
We've paid
But still I can't claim
That I'm innocent |
Es herrscht toter Winter
Und der Morgen ist immer noch unbekannt
Lügen
Verdammt und betrogen
Nun ist alles gesagt,
Schau mir in die Augen, sie sind voller Tränen
Und einen schrecklichen Preis haben wir bezahlt
Aber ich kann immer noch nicht behaupten, dass ich unschuldig bin. |
| Lost |
Verloren |
12. Battle of Sudden Flame
| Battle of
Sudden Flame |
Schlacht der
plötzlichen Flamme |
Oh
lord here I stand
Suddely everything's gone
For all Noldor
From now on my life
Is my gift to you
Just lead my fate
To the victory
Of elves
|
Oh
Herr, hier stehe ich
Plötzlich ist für alle Noldor alles vergangen
Ab jetzt ist mein Leben
Ein Geschenk an dich
Leite mein Schicksal jetzt
Zum Sieg
Der Elben |
13. Time Stands Still (in the Iron Hill)
| Time Stands
Still (in the Iron Hill) |
Die Zeit steht
still (in den Eisenbergen) |
Light
fails at dawn
The moon is gone
And deadly the night reigns |
Das
Licht versagt bei Tagesanbruch
Der Mond ist fort
Und tödlich herrscht die Nacht
|
|
Deceit |
Betrug |
Finally I've found myself
In these lands
Horror and madness I've seen here
For what I became a king of the lost?
Barren and lifeless the land lies |
Endlich habe ich mich in diesen Landen wiedergefunden
Horror und Wahnsinn habe ich hier gesehen
Für was wurde ich ein König der Verlorenen?
Unfruchtbar und leblos liegt das Land da |
Lord
of all Noldor
A star in the night
And a bearer of hope
He rides into his glorious battle alone
Farewell to the valiant warlord |
Herr aller Noldor
Ein Stern in der Nacht
Und Hoffnungsträger
Er reitet allein in die glorreiche Schlacht
Lebwohl, dem tapferen Kriegsherrn |
The
Fate of us all
Lies deep in the dark
When time stands still at the iron hill |
Unser aller Schicksal
Liegt tief in der Dunkelheit
Wenn die Zeit stillsteht in den Eisenbergen |
I
stand alone
Noone's by my side
I'll dare you
Come out
You coward
Now it's me or you |
Ich stehe alleine,
Keiner ist an meiner Seite
Du traust dich nicht!
Komm heraus
Du Feigling
Jetzt bin ich dran oder Du |
He
gleams like a star
And the sound of his horn's
Like a raging storm
Proudly the high lord
Challenges the doom
Lord of slaves he cries |
Er schimmert wie ein Stern
Und der Klang seines Horns
Ist wie ein rächender Sturm
Stolz bestreitet der hohe Herr das Schicksal |
Slowly in fear
The dark lord appears
Welcome to my lands
You shall be damned |
Langsam in Angst
Erscheint der Dunkle Herr
Willkommen in meinen Landen, du sollst verdammt sein |
The
iron crowned
Is getting closer
Swings his hammer
Down on him
Like a thunderstorm
He's crushing
Down the Noldor's
Proudest king |
Der
eisern Gekrönte
Kommt näher
Er schwingt seinen Hammer
Nieder auf ihn
Wie ein Gewittersturm
Er zermalmt
Der Noldor
Prächtigsten König |
Under
my foot
So hopeless it seems
You've troubled my day
Now feel the pain |
Unter meinen Füßen erscheint es so hoffnungslos
Du hast meinen Tag belastet, nun spüre meine Schmerzen |
The
Elvenking's broken
He stumbles and falls
The most proud and most valiant
His spirit survives
Praise our king
Praise our king
Praise our king |
Der Elbenkönig ist zerbrochen
Er stolpert und fällt
Der Prächtigste und Tapferste
Sein Geist wird überleben
Preist unseren König
Preist unseren König
Preist unseren König |
14. The Dark Elf
| The Dark Elf |
Der Dunkelelb |
A
dark seed of evil is grown.
|
Ein
dunkler Samen des Bösen ist gewachsen. |
15. Thorn
| Thorn |
Dornen |
A
black swan
Is born that night
The misty pond
(Has) got a new king
Got a new king
So what can we do
With our lives
When it all begins
It's hard and
It's cruel
Will grace die in pain?
Will light ever rise again? |
Ein
schwarzer Schwan
Kam diese Nacht zur Welt,
Der neblige Weiher
hat einen neuen König,
Einen neuen König
Was können wir
Mit unserem Leben tun,
Wenn alles beginnt
Es ist schwer und
Es ist grausam
Wird die Anmut im Schmerz sterben?
Wird das Licht jemals wieder aufgehen? |
I'm
trapped in darkness
Still I reach out for the stars
I'm moving in silence
I leave it all far behind |
Ich bin in der Dunkelheit gefangen
Ich strecke mich nach den Sternen aus
Bewege mich in der Stille
Ich lasse alles weit hinter mir |
Oh at
dawn
I'll face the edge of thorns
Oh at dawn
I'll pray at the edge of thorns
Oh at dawn
I'll face the edge of thorns |
Oh in der Dämmerung
Stelle ich mich den Spitzen der Dornen
Oh in der Dämmerung
Bete ich an den Spitzen der Dornen
Oh in der Dämmerung
Stelle ich mich den Spitzen der Dornen |
Let
us march on
To the fields of sacrifice
(I'm) wondering why
I'll carry on
Will I betray myself
To rise |
Lass uns zu den Feldern der Opfer marschieren
Ich wundere mich, wie
Ich weitermachen kann
Werde ich mich selbst verraten
Aufsteigen |
In
the silence
It's time to explain
(And)
Search for truth in lies
Useful lies
Needless love's damned |
In
der Stille
Es ist Zeit zu erklären
(Und)
für die Suche der Wahrheit in den Lügen
Nützliche Lügen
Unnötig ist die Liebe verdammt |
What
can we do with our lives
When it all begins |
|
Come
follow me
And you will see
How it will be
When all the pain is gone away |
Komm folge mir
Und du wirst sehen,
Wie es sein wird,
Wenn die Schmerzen vorbei sind |
Let
us march on
Though there's no hope at our side
Let us be brave
Though by glory we are denied
But don't you think
It's time for us
To bring to an end
Come play the song of death
The wisdom in us both
Will make it
Special guaranteed
Play the song of death |
Lass uns losmarschieren
Obwohl keine Hoffnung auf unserer Seite ist
Lass uns tapfer sein
Obwohl wir vom Ruhm zurückgewiesen werden
Aber denkst du nicht,
Dass es Zeit für uns ist
Es zu Ende zu bringen
Komm, spiel das Lied vom Tod
Die Weisheit von uns beiden
Wird es
Besonders garantieren
Spiel das Lied vom Tod |
I'm
lost in the depths of his eyes
I can't flee
Inner pain caused insanity
It's deep within
The fear and the hunger
Enslaved and denied
By my love and my enemies
I'm the illgotten son |
Ich bin in den Tiefen seiner Augen verloren
Ich kann nicht entfliehen
Innere Schmerzen verursachen Wahnsinn
Es ist tief im Innern
Die Angst und der Hunger
Von meiner Liebe und meinen Feinden versklavt und verweigert
Ich bin der missratene Sohn |
16. The Eldar
| The Eldar |
Die Eldar |
I've
tasted poison
When I drank the wine of fate
But fear was in my heart
I realized too late
The house of spirits' call
|
Ich habe das Gift gekostet
Als ich den Wein des Verhängnisses trank
Aber die Angst war in meinem Herzen
Ich bemerkte die Rufe des Hauses des Geistes zu spät |
I've
seen the moon
And the first sunrise
I'll leave it to the memories
And kiss the wind goodbye |
Ich
habe den Mond und den ersten Sonnenaufgang gesehen
Ich überlasse es den Erinnerungen
Und küsse den Wind zum Abschied |
For
the Eldar
I'm trapped inside this dream
Of the Eldar's
Song of doom |
Für die Eldar
Ich bin in diesem Traum gefangen
Das Lied der Eldar
vom Schicksal |
High's the fee
Soon my spirit will return
Welcome dawn
Your light will take me home |
Hoch ist der Preis
Bald wird mein Geist zurückkommen
Willkommen, Dämmerung
Dein Licht wird mich nach Hause bringen |
| I say
farewell |
Ich sage Lebewohl |
17. Nom, the Wise
|
Nom, the Wise |
Nom, der Weise |
Thus
he died
Nom the Wise
Lord of the caves and friend of man
Fair, and noble
Most beloved of the Noldor race
Paid the price, he redeemed the oath
Farewell my friend, farewell
|
Somit
starb er,
Nom, der Weise
Herr der Höhlen und der Menschen
Schön und edel
Der Meistgeliebte der Noldor
Er bezahlte den Preis, er erlöste den Eid
Lebwohl, mein Freund, Lebwohl |
18. When Sorrow Sang
|
When Sorrow Sang |
Wenn Kummer
singt |
So
let me out of it
Out of the cold
To bring back light and hope for all |
Nun
lass mich heraus,
hinaus aus der Kälte
Um das Licht der Hoffnung für alle zurückzubringen |
And
so if I could get you in
Just for a little while
Into the songs of sorrow
You might understand |
Und wenn ich dich mit hineinbringe, nur für eine Weile
In diese Lieder des Kummers,
Würdest du verstehen |
Where
am I now
Beyond the dawn
(Where) hope's turned to dust
At all |
Wo bin ich jetzt
Jenseits der Dämmerung
Wo die Hoffnung zu ganz und gar zu Staub wird |
Immortal love's
Fooled by the hands of doom
That love means death
I realized too soon |
Unsterbliche Liebe
Getäuscht von den Händen des Schicksals
Ich bemerkte zu früh,
Dass Liebe den Tod bedeutet |
Caught in the afterlife
I've gone too far
When sorrow sang softly and sweet
The air was filled with tears
Full of sadness and grief
When sorrow sang softly and sweet |
Im Jenseits gefangen
Ich bin zu weit gegangen
Wenn der Kummer sanft und süß singt
Die Luft war voller Tränen
Voll von Traurigkeit und Gram
Wenn der Kummer sanft und süß singt |
Out
in the cold
I still wait for her call
And her last kiss
It shall be release
I can't forget her
Her face will not leave
From the depths of my soul
I long for her |
Draußen in der Kälte
Warte ich immer noch auf ihren Ruf
Und ihren letzen Kuss,
Er wird befreit
Ich kann sie nicht vergessen
Ihr Gesicht wird nicht aus den Tiefen meiner Seele vergehen
Ich sehne mich nach ihr |
So I
heard all about it
Her voice's so clear
She's woven both themes in there
Moved me to tears
The world shall hear this sad song
Song of sorrow song of grief
Can't change the way of his kind
Can't change the way of their kind |
So habe ich alles darüber gehört
Ihre Stimme ist so klar
Sie hat beide Themen eingewebt
Mich zu Tränen bewegt
Die Welt soll dieses traurige Lied hören
Lieder von Kummer, Lieder von Gram
Ich kann den Weg seiner Art nicht verändern
Ich kann den Weg ihrer Art nicht verändern |
19. Out on the Water
|
Out on the Water |
Aus dem Wasser |
Out
on the water
The island of the dead that live
There they dwelt
Until they left the world and
Still their deeds live forth in songs
|
Aus
dem Wasser
Die Insel der Toten lebt
Da verweilen sie
Bis sie die Welt verlassen
Und ihre Tage in ihren Liedern weiterleben |
20. The Steadfast
|
The Steadfast |
Die
Unterschütterlichen |
Morgoth:
Now truly I am king of the world
Master of fate
Damned shall thy house be
Thou shall not question my power
Nor shall thou defy me further
|
Morgoth:
Nun
bin ich wahrlich der König der Welt, Herr des Schicksals
Verdammt soll dein Haus sein
Du sollst nicht meine Macht in Frage stellen
Noch sollst du dich mir weiter widersetzen |
21. A Dark Passage
|
A Dark Passage |
Eine dunkle
Passage |
I
feel cold
Facing the darkness
The light's gone away
Deep in his castle he said
All land'll be mine
There's one thing for sure
The triumph of shadow is near
Deep in his castle they sang
We shall not rest
Until all will be thyne
All land is mine
You can be sure
Don't dare me
the mighty one screamed |
Mir
ist kalt,
Ich stelle mich der Dunkelheit
Die Lichter sind fort
Tief in seinem Schloss sagt er
Alles Land wird mein sein
Eins ist gewiss,
Der Triumph des Schattens ist nah
Tief in seinem Schloss sangen sie
Wir werden nicht ruhen,
Bis alles sein ist
Alles Land ist mein,
Da kannst du dir sicher sein
Wage es nicht
Schrie der Gewaltige |
Smashed down the light
I will not rest till I'm king
Valinor's empty now
allied the elves and men
they shall be damned |
Ich habe das Licht zerschlagen
Ich werde nicht ruhen bis ich König bin
Valinor ist jetzt leer
Verbündet die Elben und Menschen
Sie sollen verdammt werden |
Rise
of Fall
a dark tale ends |
Aufstieg des Untergangs
Eine dunkle Geschichte endet |
just
wondering how
in the darkness
they found their way
to the right place
children of the sun
second kindred
we call their race
treat them kindly
born in the east
(are the) nightfearer
they moved westwards
towards the sunshine
(they are) morning breath like
short's their life
(like) dawn passes by
when the day comes
the field was lost
(and) hope had passed away
the sun went down
beyond the sea
dark was the hour
but day shall come again |
Ich wundere mich,
Wie sie in der Dunkelheit
Den Weg
Zum richtigen Ort
gefunden haben
Kinder der Sonne
Zweite Verwandte,
Nennen wir ihre Rasse
Behandle sie freundlich,
Die, die im Osten geboren wurden
Die, die Nacht fürchten
Sie bewegen sich westwärts
Zum Sonnenschein
Ihr Leben ist so kurz wie ein Atem am Morgen
Wie die Dämmerung vorüberzieht
Wenn der Tag kommt,
ist das Feld leer
(und) die Hoffnung hinweg
Die Sonne geht
jenseits des Meeres unter
Dunkel war die Stunde,
aber der Tag wird wiederkommen |
Clean
my wounds
wash away all fear
let courage be mine
noone hears me crying |
Säubere meine Wunde
Wasche die Angst fort
Der Mut soll mein sein
Keiner hört mich schreien |
no
song no tale
which contains all the grief
(but)
renowned the deeds
and the victims of defeat
sit down on your chair
and look out for your kin
with my eyes you'll see
and with my ears you'll hear
you troubled my day
and you've questioned my strength
(but) don't mess
with the master of fate |
Kein Lied, keine Geschichte
Dass all das Leid enthält
(Aber)
Rühme die Taten
und die Opfer der Niederlage
Sitz dich auf deinen Stuhl
Und achte auf deine Sippe
Du wirst mit meinen Augen sehen
Und mit meinen Ohren hören
Du hast meinen Tag belastet
Und meine Stärke in Frage gestellt
Komme dem Herrn des Schicksals nicht in die Quere |
I
smashed down the light
and dared Valinor
I smashed down the light
revenge will be mine |
Ich habe das Licht zerschlagen
Und Valinor herausgefordert
Ich habe das Licht zerschlagen
Die Rache wird mein sein |
Slowly marching on
still we're marching on |
Langsam marschieren wir
Immer noch marschieren wir |
22. Final Chapter (Thus Ends...)
|
Final Chapter (Thus Ends...) |
Letztes Kapitel
(Somit endet...) |
Thus
ends the fifth battle
By the treachery of men the field is lost
The night falls and great is the triumph of evil
The league is broken
The last vestige of hope lives in the hidden king
Only he troubles the dark one's mind
Only he could bring ruin to the black foe
Though the land lies down in agony and the curse lives on
A new star shall arise
And a new day shall come, again
|
Somit
endet die fünfte Schlacht
Durch den Verrat der Menschen ist das Schlachtfeld verloren
Die Nacht bricht an und groß ist der Triumph des Bösen
Der Bund ist zerbrochen
Der letzte Funke Hoffnung lebt im verborgenen König
Nur er verwirrt den Geist des einen Dunklen
Nur er kann dem schwarzen Feind den Untergang bringen
Obwohl das Land in leidend daliegt, lebt der Fluch weiter
Ein neuer Stern wird aufgehen
Und ein neuer Tag wird wiederkommen |
Texte im Booklet
| Der Gnom |
|
Mit der Dunkelheit kam die Stille. Doch in
der Stille liegt der Wahnsinn.
Stille umgibt mich – Grabesstille. Gefangen in dem Verlies meiner dunkelsten
Gedanken sind mir alle Tore zurück in die Welt des Lichts verschlossen. Die
Hoffnung auf Erlösung liegt hinter mir und vor mir liegt eine schier endlos
andauernde Ewigkeit Ardas. Getrennt von den meinen und von ihnen geächtet,
wandere ich als Unsterblicher unerkannt unter den Sterblichen umher. Ziellos
wie ein Blatt im Winde. Nur der Wind kennt mein Klagen, nur das Meer
versteht meine Qual. Auch sie haben sich von mir abgewandt und offenbaren
sich mir nicht mehr. Müde und alt bin ich, doch sterben kann ich nicht. Fort
in mir lebt der Fluch, der den Eid überdauerte. Jenseits des Meeres, heisst
jenseits meiner Hoffnung. Wie so oft entstand auch mein Leidensweg durch
eine Aneinanderreihung von Zufällen. Doch sind Zufälle nicht die Boten des
Schicksals? Alles ist vorbestimmt und obwohl ich nur eine Spielfigur in den
Wirren der Geschichte war, muss ich auf ewig für Vergangenes büssen. Doch
folge ich lediglich dem Willen des Einen. Ich zerstörte die Hoffnung. Edel
war einst die verlumpte Gestalt, die vor euch steht, einem Bettler gleich.
Der Krieger wurde zum unsterblichen Greis. Weisheit wich dem Wahnsinn. Eine
Stimme, sanfter als milder Wind, erfrischender als klarstes Quellwasser
nannte ich mein eigen. Doch vom Gram und Trauer ermüdet, klingt sie nun dünn
und heiser. Bald schon wird es besser sein, auf immer zu schweigen. Nichts
ist mir geblieben. Die Macht der Worte war mein. Doch schwieg ich, als ich
hätte sprechen sollen und sprach ich, als ich hätte schweigen sollen. Worte
von großem Verhängnis entrannen mir und schon damals erkannte ich die
Endgültigkeit meines Versagens, Verdammnis! Vertraute Sternenbilder beginnen
zu schwinden. Auch der Himmelsozean scheint müde. Doch noch liegt das Ende
in weiter Ferne. Und somit die Erlösung. |
| Das Unheil |
|
Schrecklich und unbarmherzig endeten die Tage
des Exils. Angst durchbohrte unsere Herzen und brachte Eiseskälte. Es war
Nacht und kein Stern durchbrach den Mantel der Schrecklichen. Endlose
Schatten umgaben uns. Dem ewigen Kummer folgten die erbarmungswürdigen
Klagegesänge von den Küsten. Doch niemand erschien, der den Wehklagenden
Trost spenden konnte. Auf immer erloschen, standen die einst herrlichen
Bäume nun kraftlos und tot. Die Jagd nach den Übeltätern verlief in Nichts.
Verzweiflung wurde geboren und mit ihr wuchsen Misstrauen und Hass.
Letztlich sollte es jedoch meine Sippe sein, die den Triumph der unheiligen
Allianz komplettieren würden. Niemals erfuhr ich wirklich was in der Stunde
des Unheils im Rat des Ringes besprochen wurde. Ich vertraute und glaubte
aber den Worten des Vaters. Gross in allen Dingen war er. Niemandem sonst
war es vergönnt, solche Dinge zu vollbringen. Doch zu sehr liebte er der
eigenen Hände Werke. Für sie verriet er sich, seine Söhne und das Licht der
Welt. Ein mächtiges Feuer brannte tief in ihm. Zu gross und zu gewaltig
jedoch erschien Flamme für Körper und Geist, dem es innewohnte. Niemals
zuvor verspürte ich Angst. Das sollte sich ändern, als die schier
undurchdringliche Wolke puren Übels in unsere Festung drang. So starke Panik
überfiel meine Brüder und mich, dass nur die Flucht blieb. einen kurzen
Augenblick lang war es mir vergönnt, in diese unheimliche, nahezu
undurchschaubare Masse blicken zu können. Was ich sah, raubte mir den Atem
und lehrte mir die Furcht. Niemals vergass ich den kalten, nimmersatten, von
boshafter Leere erfüllten Blick der Spinnenfrau, die gierig mit ihren
matten, toten Augen dem flüchtenden Leben hinterher schaute. Ein gewaltiges,
hoffnungsloses Nichts, das alles in starre hässliche Bedeutungslosigkeit
verwandelte. Ihr haariger Körper hatte bereits gigantische Maße angenommen,
so dass selbst der Dunkle Herrscher klein und schwach neben ihr wirkte. In
tiefster Verzweiflung verweilten wir, aller Schätze beraubt, fern der
Festung. Viele weinten bitterlich, denn ein grosser König hatte sein Leben
gelassen. Das unsterbliche Land hatte den Tod kennen gelernt und die Gemmen
waren verloren. Mit den Gemmen schwand die Hoffnung. Der Schwarze Feind der
Welt, so nannte ihn mein Vater, kehrte heim mit fetter Beute und liess sich
zum König der Welt ausrufen. |
| Der Eid |
|
Ein Schleier des Vergessens liegt über
Vielem, doch erinnere ich mich recht deutlich an den Tag des Schwurs. Ohne
Zweifel waren es Vaters Worte, so dachten wir – voller Herrlichkeit, wilder
Lust und meisterlich geschickt von ihm vorgetragen – die uns die Schwerter
zum Schwur erheben ließen. Nie hätte dies geschehen dürfen. Auf
schicksalhafte Weise beschworen wir so den Untergang herbei. Von flammenden
Worten beseelt, erwachte in uns das Verlangen nach neuen Ländern und nach
grausamer Rache. Voller Stolz pochte mein Herz, als sich der Bote des Herrn
der Lüfte zum Abschied vor meinem Vater verbeugte. Nichts schien uns
wirklich aufhalten zu können. Selbst die Größten waren voller Erfurcht. |
| Der Aufbruch |
|
Dem Untergang geweiht, zogen wir fort, um
Schmerz zu erleiden. Die Sehnsucht nach Erlösung keimte bereits auf, als das
Unheil noch in weiter Ferne lag. Trauer lag hinter uns, doch der lichtlose
Tag verhieß nichts Gutes. Ungewissheit lag in jedem Schritt, doch ließ der
Stolz uns weitergehen, erhitzt und erfüllt von den Worten eines einsamen
Mannes, dessen Seele lichterloh brannte. Nie war es leicht, die tiefen und
hässlichen Abgründe der Seele eines geliebten Freundes, oder Verwandten zu
erblicken und ihre verheerenden Auswirkungen zu erkennen. Doch diese
Abgründe sind vorhanden, in jedem von uns. Nichts wiegt schwerer als die
Erkenntnis, dass nichts und niemand unfehlbar ist. Unverständlich waren mir
diejenigen, die der Partei meines Onkels folgten. Oh, wie haste ich diesen
Teil meiner Sippe! Schließlich sammelte sich der größte Teil unseres Volkes
unter dem gewaltigen Sternenbanner, während nur eine scheinbar kleine Gruppe
dem Banner des rechtmäßigen Königs folgte. Wenig Liebe empfand ich für meine
ach so edlen Anverwandten, die viel Symphatie im Volke besaßen. Nie verstand
ich, warum sie mitzogen. Nur mein ältester Bruder schien voller Trauer über
den anhaltenden Disput in unsrer Familie. Doch waren wir es, die in erster
Reihe fortzogen. Die Pfade sollten uns jedoch gemeinsam in unbekannte,
finstere und unwirtliche Regionen führen – und schließlich ins Verderben.
Von Ruhm und Glorie sollten wenige der Taten zeugen, viele aber von Trauer
und Entbehrungen. |
| Der Sippenmord |
|
Rot. Ich schließe meine Augen und erblicke
den gewaltigen Strom aus Blut, der in das klare Wasser des Ozeans stürzt, um
es mit unschuldigem Rot zu besudeln. Ich öffne meine Augen und blicke auf
blutverschmierte Hände, die Klauen einer Bestie. Hässlich, verkrampft,
mörderisch. In meinen Träumen schreite ich wieder und wieder mit den meinen
auf die Schwanenstadt zu. Und obwohl ich spüre, dass unsere nächsten
Schritte verhängnisvoll sein werden, ist es mir nicht möglich, den Lauf der
Dinge zu ändern. Alles in mir schreit auf, doch schweige ich und folge
bedingungslos. Wellenschaumreiter. Traumtänzer. Harmlos, genügsam,
friedfertig. Niemand liebt die Freiheit mehr als sie. Ihr Gesang erfreut die
Bewohner der Meere, die Musik der Meere erfreut die See-Elben. Doch jenseits
der Mauern braut sich ein Sturm zusammen. Der Hafen liegt im Dunkeln. Noch
ist er frei von Blut. Unsere Bitten, auf die Ansprüche meines Vaters
Rücksicht zu nehmen, wird nicht entsprochen. Bewaffnet und entschlossen wird
also genommen, was uns nicht gegeben wird. In Kampfes Rüstung stürmen wir
die Boote, doch Seemanns Volk schmeißt uns, tanzenden Fusses, ins kalte
Nass. Der Flug meines Volkes endet mit dem Sturz. Die Kühle des Meeres
erhitzt unsere Gemüter, der Hass brodelt. Der Schmerz der Schmach muss
vergolten werden – tausendfach. Wir ziehen unsere Schwerter. Der Kampf
beginnt – kein normaler Kampf, sondern des Morden des Bruders. Tapfere, doch
kampfunfähige Männer stehen uns schutzlos gegenüber. Aus den Körpern der
noch lachenden Gesichtern, fliesst Blut. Das Lachen wandelt sich in
Überraschung, die Überraschung wandelt sich in Furcht, die Furcht bringt
endgültige Erkenntnis. Schon jetzt erklingt Klagegesang. Der Stimme eines
einzelnen folgen viele. Dem grauenhaft schönem Klagegesang schließt sich das
weinende Meer an. Bis zum Ende soll uns dieser Klang begleiten. Nichts, kein
Wort, keine Tat, kein Gebet kann die Last, die wir in dieser Stunde auf uns
nehmen, wiedergutmachen. Das Verlangen nach den Booten und damit der
Erfüllung unserer Träume hat Vorrang vor dem Gewissen, Hilfeschreie,
Kummerschreie, Todesschreie begleiten uns ein Leben lang. Wieder eilt
niemand den trauernden Kindern des Meeres zur Hilfe. Das Meer weint. Das
Wort des Herrn der Winde bindet die Grossen. In rasender Wut und mit Tränen,
die nach Vergeltung für das an ihren geliebten Freunden begangene Unrecht
schreien, weilen sie in den Tiefen der Ozeane. Keine andere Tat lastet
schwerer. |
| Der Fluch |
|
Bedrohlich sammeln sich schattenhafte
Erinnerungen. Ein weiteres Mal durchschreite ich die graue Masse der
Vergangenheit, um dies alles erneut zu durchleben. Äußerst real erscheint
vor mir die einsame Gestalt, die reglos auf mich und die meinen zu warten
scheint. Mit lauter Stimme verkündet der Bote des Herrn der Lüfte unser
verhängnisvolles Schicksal. Bedrückt und verwirrt, schweigen alle und
lauschen Vaters wilden Entgegnungen. Dann, wie in Trance, bewegen wir uns
langsam fort. Nicht einmal blickte ich mich um, doch weiß ich, dass viele
schuldbewusst und gedemütigt den Heimweg antreten. Immer weiter wandern wir
entlang der eisigen Küste. Das Eis wird dichter, der Weg unwirtlicher. Unter
tiefschwarzem Himmel, umhüllt von unfreundlichen Winden, hoffen wir auf
Erfüllung unserer Träume. Dieser Gedanke leitet uns, nährt uns. Noch keimt
Hoffnung. Die Endgültigkeit des Fluches scheint abwendbar. Gleich werden wir
den letzten Keim zerstören: Insgeheim entfernen wir uns von Bruder und von
Schwester. Wenig Platz bieten die Boote und unserer Leuten soll die
Überfahrt ermöglicht werden. Der Fluch erwacht. |
| Brennende
Schwäne |
|
Vielleicht erkennt mein Bruder die Schande,
doch auch er schweigt. Unsere Boote legen an und wir springen leichtfüßig
ins seichte Wasser. Erstmals setzen wir Fuß auf den Boden der neuen Heimat.
Schon brennen die Schwäne, der Stolz einer ganzen Nation. Blutrot färbt sich
der Himmel, an dem nun die Sterne im glanzvollen Silber erstrahlen und
teilnahmslos dem Treiben ihres Volkes zuzusehen scheinen. Nur ich erblicke
die leidvolle Pein und die Tränen in den Augen meines Bruders. Mein Lachen
stimmt in das der anderen ein, doch mein Herz weint bitterlich. Ich beginne
zu verstehen. Auf der anderen Seite des Meeres, nicht weit entfernt und doch
fern, erkennt man unseren Verrat. Auf eine lange beschwerliche Reise machen
sich die Zurückgelassenen, die nur von einem Begehren vorangetrieben werden:
Rache. Der Fluch nimmt seinen Lauf. |
| Höchster Ruhm
und tiefstes Leid |
|
Erstmals sahen wir uns dem Feind gegenüber.
Noch waren wir erfüllt vom Glanz des Segenreiches und so fiel es uns nicht
allzu schwer, die spärlichen Truppen zu vernichten. Unser größter Sieg
sollte die Schlacht unter den Sternen sein – und bleiben. Doch auch im
Triumph lag Verderben. Wieder bewahrheiteten sich die Worte des Boten. In
den kargen Bergen lag Vaters verbrannter und verzehrter Körper gebrochen
nieder. Ein letztes Mal blickte er auf die mächtigen Türme, die das
Wahrzeichen des Feindes waren und unheilvoll in die Höhe ragten. Was fühlte
und erkannte wohl mein Vater in dieser Stunde? Kaltes Entsetzen und tiefes
Verstehen lagen in seinem letzen Blick. Warum ließ er uns den Schwur
erneuern. Wusste er doch von der Aussichtslosigkeit unseres Vorhabens. Ein
weiters Mal opferte er uns. Sein feuriger Geist verließ den gebrochenen
Körper, kurz nachdem wir den Eid geleistet hatten. Nichts als Asche bleib
vom Größten unseres Volkes zurück. Asche, die der heulende Weg mit sich
trug. Mein Vater kehrte ein ins Haus der Seelen, bevor der Alptraum
überhaupt erst richtig begonnen hatte. |
| Qualen,
Hoffnung, Qualen |
|
Zwar erkannten wir die List, doch konnten wir
den bösen Absichten unseres Widersachers nicht entrinnen. Gefangen,
gedemütigt und für uns unerreichbar, wurde mein Bruder in den Höhen der
gewaltigen Berge an einen Fels gekettet. Verzweifelt und erschöpft harrte er
dort, vergeblich auf Erlösung wartend, aus. Der Mond erschien am Firmament.
Und mit ihm der von Eiswüsten zurückgelassene Teil unseres Volkes. Endloses
Leid hatten unseres Leute durchwandert und tausendfach selbstlose und große
Taten vollbracht. Stolz und ohne Furcht marschierte die riesige Schar durch
das Land, und ihr Führer ließ ein blaues Banner hissen, als hinter ihm
flammend die Sonne schien. Vor den Toren des Feindes erklangen seine
Trompeten und erschütterten die gewaltigen Türme der Festung. Der dunkle
Herrscher hatte seinen Feind erkannt, doch unberührt zog dieser davon.
Fortan lebten wir getrennt von den unsrigen, denn zu tief war unsere Schuld.
Mit der Sonne erschienen weit entfernt im Osten die Sterblichen oder
Zweitgeborenen. Die Kinder der Sonne wanderten langsam dem Licht und damit
unseren Reichen entgegen. |
| Ruhmreiche
Zeiten |
|
Für kurze Zeit sollten die Wunden unseres
Volkes noch einmal gelindert werden. Durch meines Cousins selbstlose Tat
konnte mein Bruder aus der unbarmherzigen Gefangenschaft befreit werden.
Doch hoch war der Preis. Wir waren enteignet aber nicht heimatlos. Der
Sternenbanner war nun Herrschaftszeichen unseres Volkes. In jener Zeit
erschien es uns, als seien die kummervollen Tage endgültig Vergangenheit.
Tiefe Freundschaft entstand zwischen uns und unseren Sippenbrüdern – jenen,
die nie das Licht des Segenreiches gesehen haben. Der Handel und der
gemeinsame Feind verband uns mit den Zwergen. Wenig gaben diese jemals von
sich preis und immer waren sie mir fremd. In Frieden lebten wir also und
glaubten uns dem dunklen Feind überlegen. Der Schein trog. Voller
Selbstvertrauen kontrollierten wir das Land und belagerten den Feind. Meine
Brüder und ich hatten eine neue Heimat gefunden, die wir stolz regierten und
vor allen Angriffen schützten. Leicht fiel es uns, den Attacken des dunklen
Herrschers entgegen zu treten und die von Hass und Furcht erfüllten
Kreaturen zu besiegen. Der Fluch schien vergessen. Keiner der noch wirklich
an ihn glaubte. Wir beherrschten das Land. Nur wenigen kam in den Sinn, das
der Sturm zurückkehren könnte. schrecklicher und grausamer denn je zuvor.
Insgeheim errichteten zwei Fürsten von hoher Herkunft Orte der Zuflucht.
Ihnen war es, als läge Hoffnung nur im Verborgenen. Nie trauten sie dem
Frieden. Weise war ihre Voraussicht und doch trügerisch. Ein letztes Mal
sollten wir einen gewaltigen Ansturm des dunklen Herrschers ruhmreich zu
unseren Gunsten entscheiden. Die Glorreiche Schlacht bestärkte uns im
Glauben, dem schwarzen Fein gewachsen zu sein. |
| Die Ruhe vor
dem Sturm |
|
Immer noch hielt die Belagerung und immer
noch hielten wir am Glauben in unsere eigene Stärke fest. Wir verkannten die
Zeichen. Der goldene Vater der Drachen, noch jung und von seiner späteren
Stärke noch weit entfernt, kroch aus den Tiefen der feindlichen Festung
hervor. Geformt in den grausamen Schmieden, sollte er erstmals Demütigung
erleiden. Wieder erlangte der Erbe des Hohen Königs großen Ruhm. Auch ich
war voller Bewunderung für ihn. Er war es, der in tiefer Freundschaft zu uns
stand und Vergangenes vollkommen vergeben hatte. Wie kein anderer wurde er
von unserem Fluch erfasst. Wie kein anderer litt er am Vergangenen. |
| Gerüchte und
schmerzliche Wahrheit |
|
Was wir lange verborgen hielten, brach ohne
Vorwarnung hervor. Meine Brüder und ich wurden erneut zu Verdammten. Das
Misstrauen und der Hass traf unser Haus, was uns jedoch wenig störte. Von
kaltem Hochmut getrieben, verlangte es uns ununterbrochen nach den
gestohlenen Schätzen. Unser Ziel, sie zurück zu gewinnen, ließ alles andere
unwichtig erscheinen. Müde Lächelnd, ertrugen wir die Abneigung, falls wir
sie überhaupt wahrnahmen. Zauberhafte Stimmen verklangen, wenn ich mit
strahlenden Tönen und in großer Harmonie dem Treiben der Wald-Elben
beiwohnen wollte. Scheinbar unberührt, doch innerlich aufgewühlt, sang ich
alleine weiter und es schien mir, als würde man meinem Gesang noch kurze
Zeit lauschen, bevor man sich dann lautlos und im Schutze der Bäume rasch
davonmachte. Es fiel mir nicht schwer, die Gedanken der Davonlaufenden zu
erraten. Meine Stimme liebten sie, doch den Körper und den Geist, dem sie
innewohnte, verabscheuten sie aufs Tiefste. In diesem Bereich der Welt wurde
unsere edle Sprache nur noch im geheimen gesprochen. Die Sprache der
Sippenmörder. |
| Veränderungen |
|
Etwas zur gleichen Zeit wurde weit entfernt
in dunklen Wäldern der Sohn des Unheils geboren. Nie sprachen wir
miteinander, doch verband uns ein ähnliches Schicksal. Das Schicksal des
Verräters. Alles in ihm verlangte nach Licht und Liebe, doch nichts als
Zerstörung sollte er über beides bringen. Unter edler Schale verbarg sich
unentdeckt und geschützt die Saat des Bösen. Langsam reifte sie heran.
Plötzlich und unerwartet erschienen die Menschen. Skeptisch hießen wir
unsere jüngeren Geschwister willkommen. Zu unterschiedlich kamen uns die
Nachzügler vor. Wir liebten den Mond, sie verehrten die Sonne. Schnell
erkannten wir, dass auch auf ihnen ein dunkler Schatten lastete. Dennoch
schlossen wir Bündnisse. Das Verhängnis nahm seinen Lauf. |
| Chaos |
|
Panik erfüllt mich, wenn ich an die Hitze der
Feuerwellen denke, die uns gemeinsam mit den blutrünstigen Armeen überkam.
Schnell waren Länder verwüstet und einmalige Schönheit vernichtet. Der Tod
hielt fette Beute. Die Seelen der Sterblichen machten sich auf eine Reise,
deren Ziel unbekannt blieb, Elbenkörper lagen gebrochen und verbrannt in der
verkohlten Einöde herum. Viele kehrten in das Haus der Seelen ein, um dort
körperlos bis ans Ende der Zeit zu verweilen. Wir verloren unsere Heimat.
Grenzenlos war die Trauer und ohne Ende erschien uns der Krieg. Die Brände
erloschen erst, als der Zyklus des Erwachens den tödlichen Winter beendete.
Karg und verwüstet war das Land. Der Gestank des Verderbens sollte das ganze
Jahr überdauern. Die Kunde vom bitteren Ende des Hohen Königs stahl uns alle
Hoffnung. Sehr spät erfuhren wir von seinem glorreichen Kampf und von den
Wunden, die er unserem Hauptwidersacher zufügte. Mit ihm und den Seinen
verband das Volk und selbst ich eine bessere Zukunft. Deutlich wurde uns vor
Augen geführt, in welch aussichtsloser Lage wir uns befanden. Es gab kein
Zurück. Alle Wege waren uns versperrt. Die Sehnsucht nach der für uns
verschlossenen Heimat wuchs in jedem. Mit dem Kummer verschwand der Glanz.
So wie die Farben der Natur schwächer geworden waren, so entwich aus uns die
Jugend. Matt und müde wirkten wir fortan. Nur wenig ruhmreiche Taten, in
diesen Tagen begangen, überdauerten die Jahrhunderte. Die Freunde der Elben
hingegen erlangten großen Ruhm, einer sogar unsterbliche Liebe. |
| Unsterbliche
Liebe - Ewiger Fluch |
|
Das innere Verlangen nach unserem
rechtmäßigen Eigentum lebte fort und schlief nie. Dieses Begehren mutierte
im Laufe der Jahrhunderte zu unermesslicher Gier. Die Qualen, welche wir
immer wieder in die Welt setzten, kümmerten uns nicht. Wie vom Wahn
getrieben, zerrte es uns nach dem Licht, welches unerreichbar schien.
Plötzlich erreichte uns seltsame Kunde von Schönheit und Wundern die alles
auf den Kopf stellte: „Alles ist vorherbestimmt, doch reine Liebe vermag
selbst dies zu ändern! Schwer wiegt der Preis für das schönste Kind der
Welt. Leicht spricht der Weise verhängnisvolles. Doch einmal heraus, kann
manches nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Der Sterbliche greift nach
den Sternen und soll mit einer Hand bezahlen. Doch von Erfolg soll der Tanz
gekrönt sein. Das Grauen liegt in schweren Träumen und die Reinen können das
Reine berühren. So also kann die Braut ausgelöst werden und auch der Tod
kann die beiden nicht trennen. Unsterblichkeit wird eingetauscht gegen
Ungewissheit. Unterschätze niemals die Macht der Liebe!“ Nicht ohne
Anteil waren meine Brüder am Verlauf dieser Geschichte. Auch sie lernten die
Macht der Liebe schmerzvoll kennen. Das Segenreich wendete sich endgültig
gegen uns. Wir waren verloren. Erfurcht und Angst empfanden wir, doch
stärker war der Schwur. Ein Stein lag in greifbarer Nähe und bedeutete
Verderben. |
| Heimatlos,
besitzlos, verraten |
|
Niemandem aus unseren Reihen war es vergönnt,
eine wahrhaft heldenhafte Tat zu vollbringen, auch wenn es der Versuche
nicht mangelte. Sie alle schlugen fehl. Ein letztes Mal wollten wir dem
Feind zuvorkommen und zogen gegen ihn. Mächtig war unser Heer, doch Verrat
sollte uns besiegen und die beiden Rassen entzweien. Vernichtend war die
Niederlage. Nur dem Mut der Maskierten, verdankten wir unser Überleben.
Heldenhaft ermöglichten sie mir und meinem Bruder die Flucht. Tapfer warfen
sich die Zwerge mit ihren großen Streitäxten der Drachenbrut entgegen und
vertrieben selbst den Goldenen vom Schlachtfeld. Bitter sollten sie mit dem
Leben ihres Königs dafür bezahlen. Mein Cousin, hoher König des Volkes, fiel
im aussichtslosen Kampf und mit ihm sein Banner. Auch die drei Häuser
errangen großen Ruhm, doch ließen viele ihr Leben. Meine Brüder und ich
hatten überlebt und mit uns der Fluch. |
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